Susana Kessler

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MÄNNLICH UND WEIBLICH IM YOGA: SHIVA UND SHAKTI

MÄNNLICH UND WEIBLICH IM YOGA: SHIVA UND SHAKTI

In jedem von uns koexistieren unabhängig von unserem Geschlecht zwei Energien: eine männliche, die Stärke, Vitalität und Rationalität entspricht, und eine weibliche, die mit Mondenergie verbunden ist, passiv und intuitiv.

Im Yoga entsprechen diese beiden Aspekte unterschiedlichen Energiekanälen, aber auch den Darstellungen von Shiva und Shakti.

Der Überlieferung nach existieren in unserem Körper zwei Energiekanäle, Ida und Pingala, die wir uns als zwei Flüsse vorstellen können, die sich abwechselnd um Sushumna wickeln (die Hauptenergie, die entlang des Spinalkanals verläuft).

  • Ida ist die Nadi, die von links vom Wurzelchakra ausgeht, sich um Sushumna wickelt und in das linke Nasenloch fliesst. Hier finden wir die Kraft des Mondes, frisch, nachtaktiv und intuitiv. Ida ist aktiv im Schlaf und in Momenten der
  • Pingala hingegen stammt von der rechten Seite des Wurzelchakras und endet am rechten Nasenloch. Es ist mit der Kraft der Sonne, des Tages, aller rationalen Aktivitäten Wenn es nachts aktiviert wird, kann der Schlaf unruhig werden, während er, wenn er tagsüber anwesend ist, uns erlaubt, wach zu sein und Leistung zu bringen.

Diese beiden Energien wechseln sich im Laufe des Tages und unseres Lebens ab, aber es ist möglich, sie mit Yoga und Pranayama wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Perfekt dafür geeignet: Nadi Shodana.

Aber auch der Begriff Hatha Yoga selbst hat diese beiden Polaritäten in sich:

Ha bedeutet Sonne, während Tha, Mond bedeutet. In der Tat ist der Zweck dieser Disziplin auch Körper und Geist im Gleichgewicht zu halten.

"Dualität ist die Quintessenz unseres Lebens"

Darüber hinaus ist für die tantrische Tradition der männlich-weibliche Dualismus sehr wichtig: Shiva und Shakti sind die Gottheiten, die sie verkörpern. Shiva repräsentiert das universelle männliche Prinzip und wird als der höchste Guru anerkannt, derjenige, der das Konzept des Dharma entwickelte und dem Menschen den ultimativen Zweck des Lebens prophezeite: spirituelle Glückseligkeit. Shiva wird ausserdem als Bestandteil der Trimurti als Zerstörer anerkannt. Dies, im Gegensatz zu dem, was die allgemeine westliche Moral uns denken lassen mag, entspricht nicht einer negativen Eigenschaft, weit davon entfernt. Shiva ist der ewige Innovator, Transformator, der immer den Weg des spirituellen Wachstums als sein ultimatives Ziel hat. Darüber hinaus ist Shiva auch das männliche und archetypische Symbol schlechthin, der perfekte Liebhaber seines weiblichen Gegenstücks, nämlich Shakti.

Sein Gegenstück, Shakti, ist die weibliche Mondenergie. Shakti vereint die vielen Facetten des Weiblichen, es ist die Energie, die das Leben und die Welt entstehen lässt, die nährt, regeneriert, der kreative Impuls und die Kraft in der Kraft. Sie kann viele Formen haben, von der schönen und süssen Parvati bis zur schrecklichen Kali.

Die Frau erschafft das Universum, sie ist der Körper dieses Universums. Die Frau ist die Stütze der drei Welten, sie ist die Essenz unseres Körpers. Es gibt keinen anderen Weg als den, den die Frau uns öffnet.

Shiva und Shakti (in Form der Göttin Durga) werden oft zusammen dargestellt: Diese besondere Darstellung betont zwei besondere Bedeutungen:

  • Wie die Embleme des Männlichen und des Weiblichen gemeinsam den Weg gehen und sich gegenseitig ergänzen. Die beiden gegensätzlichen Energien integrieren sich perfekt und manifestieren so ihr maximales
  • Der Dualismus, der allem

Diese Doppelzüngigkeit ist nicht als negativ zu verstehen, ganz im Gegenteil! Weibliche Kraft hat eine Möglichkeit, sich noch mehr auszudehnen, wenn sie von einer starken männlichen Energie unterstützt wird, so wie letztere nicht unbedingt destruktiv ist, wenn sie von der für Shakti typischen Intuition und Sorgfalt begleitet wird. Ein Konzept, wie auch in der Praxis des Yoga (der komplementären Energien, der Seiten unseres Körpers ...), anwendbar im täglichen Leben, der Versuch, über die Rollen hinauszugehen, die die Gesellschaft uns auferlegt, und über die Geschlechter hinaus, sich der Kräfte bewusst zu werden und sie zu schätzen, die in uns leben, abwechselnd, ihren Wert und ihre Macht erkennend.

Shakti und Shiva sind, Chiniden, zwei komplementäre und absolut notwendige Energien, zwei Gegensätze, die zusammen tanzen und die Prinzipien der Welt unterstützen. Indem wir diese Konzepte verinnerlichen und beherrschen, auch dank der Meditation, können wir die Kraft der Schöpfung zur Verfügung haben.

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Susana Kessler

Geboren 1969. Aufgewachsen im Kanton Aargau. Verheiratet und Pflegemutter von 2 Kindern. Geschäftsführerin Feldenkrais Praxis Speicher, St.Gallen und Wil seit 2002. 1997 begann ich meine Feldenkrais Ausbildung. Ich habe 5 Jahre Feldenkrais Ausbildung in der Schweiz und in Deutschland absolviert. Danach jedes Jahr 1 bis 3 Wochen Weiterbildung. Mit Yoga begann ich schon mit 20 Jahren. Doch erst im 2020 absolvierte ich in Indien im Ashram in 5 Wochen 200 Lektionen Yoga. Ich bin International anerkannte Yoga Lehrerin. Auch im Yoga mache ich regelmässig Weiterbildung. Vor allem lerne ich von Reinhard Gammenthaler KundaliniYoga-Parampara.