Susana Kessler

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SITALI PRANAYAMA

SITALI PRANAYAMA

DER ERFRISCHENDE ATEM

Sitali Pranayama, ist eine Atemtechnik, die perfekt zum Sommer passt. Diese Atemtechnik hilft, den heissesten Temperaturen entgegenzuwirken.

Nach dem Üben von Asanas hilft diese Atemtechnik, um Frische zu bringen und das Gefühl der Erschöpfung zu beseitigen.

Bevor wir uns die Ausführung im Detail ansehen, gehen wir einen kleinen Schritt zurück und sehen uns kurz das Konzept von Prana und Pranayama an.

Lebensenergie und Atemtechniken (Pranayama), definiert als "Atemkontrolle", sind einfache Übungen, die es dir ermöglichen, mehr Sauerstoff in die Lunge zu füllen. Diese Techniken verwenden die Atmung, um Prana oder Lebensenergie in Nadis (Energiekanäle) und in den Pranayama Kosha (Energiekörper) zu leiten.

Der Begriff Pranayama bezeichnet daher die Vergrösserung von Prana.

 

Die Aktivitäten, die wir in unserem täglichen Leben ausführen (Arbeit, unsere Freizeit, die Lebensmittel, die wir essen, und die Menschen, mit denen wir zusammen sind), beeinflussen den Fluss von Prana in unserem Körper.

Wie oft fühlen wir uns aufgrund von Stress, nach dem Essen oder nach einem Gespräch mit einer Person, der wir uns nicht besonders ähnlich fühlen, der Energie entzogen?

Die Erschöpfung von Prana bringt auf lange Sicht Probleme im Zusammenhang mit unserer Gesundheit und unserem psycho-physischen Wohlbefinden.

Atemtechniken, oder Pranayama, haben den Vorteil, Prana und damit Energie zurückzubringen. Laut Meister S. S. Saraswati sollte Pranayama in die Praxis des Yoga einbezogen werden. In der Tat finden wir dies auch im 8-stufigen Pfad des Yoga.

Der 8-stufige Pfad im Überblick:

  • Yama Verhaltensregeln im Umgang mit der Natur und anderen
  • Niyama – Verhaltensregeln im Umgang mit uns
  • Asana – Körperübungen.
  • Pranayama – Atemübungen.
  • Pratyahara – Der Rückzug der Sinne nach
  • Dharana – Konzentration und Ausrichtung des
  • Dhyana – Meditation
  • Samadhi – Vollkommene Erkenntnis,

Der Atem bei Tieren

Die alten indischen Meister stellten fest, dass Tiere mit langsamer Atmung, wie Elefanten, ein längeres Leben haben. Während Tiere mit einem schnelleren Atem, zum Beispiel Kaninchen, eine kürzere Lebensdauer haben.

Diese Beobachtung führte zu einem Fokus auf die Bedeutung der langsamen, langen und tiefen Atmung. Ein ruhiger und regelmässiger Atem hält das Herz gesund (auf körperlicher Ebene) und erhöht die Aufnahme von Prana (auf einer subtileren Ebene), wodurch wir uns aktiver und vitaler fühlen.

Wenn der Atem ruhig ist, ist es auch der Geist und dies ermöglicht dir, deine Gedanken unter Kontrolle zu halten. Dies beinhaltet folglich die Evolution des Bewusstseins.

Laut Swami Shivananda:

"Es gibt eine enge Verbindung zwischen dem Atem, den Nervenströmen und der Prana- Kontrolle [...] Pranayama ist das Mittel, mit dem ein Yogi versucht, in seinem individuellen Körper die gesamte kosmische Natur zu verwirklichen und versucht, Perfektion zu erreichen, indem er alle Kräfte des Universums erlangt."

Wir werden nun sehen, wie Sitali Pranayama praktiziert wird. Es wird uns an den Atem eines Tieres erinnern.

Wie man Sitali Pranayama macht (den erfrischenden Atem)

Sital bedeutet "das, was ruhig ist, ohne Leidenschaften und beruhigt ist“. Eine sehr einfache Atemtechnik.

Wir beginnen damit, eine bequeme Haltung im Sitzen einzunehmen, so dass wir einen geraden Rücken haben (wir können auch auf einem Stuhl sitzen, mit den Füssen gut auf dem Boden). Wir bringen die Zunge aus dem Mund und rollen die äusseren Ränder hoch, um eine Röhre zu bilden. Wir schliessen die Augen und atmen durch die gerollte Zunge ein und erzeugen das

Geräusch eines Saugens. Wir stecken die Zunge wieder in den geschlossenen Mund und atmen aus der Nase aus.

Wir werden sofort im Mund und auf der Zunge ein angenehmes Gefühl der Frische spüren.

Die Vorteile dieser Technik sind vielfältig:

... Alles gute Gründe, Sitali Pranayama, den erfrischenden Atem, auszuprobieren!

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Susana Kessler

Geboren 1969. Aufgewachsen im Kanton Aargau. Verheiratet und Pflegemutter von 2 Kindern. Geschäftsführerin Feldenkrais Praxis Speicher, St.Gallen und Wil seit 2002. 1997 begann ich meine Feldenkrais Ausbildung. Ich habe 5 Jahre Feldenkrais Ausbildung in der Schweiz und in Deutschland absolviert. Danach jedes Jahr 1 bis 3 Wochen Weiterbildung. Mit Yoga begann ich schon mit 20 Jahren. Doch erst im 2020 absolvierte ich in Indien im Ashram in 5 Wochen 200 Lektionen Yoga. Ich bin International anerkannte Yoga Lehrerin. Auch im Yoga mache ich regelmässig Weiterbildung. Vor allem lerne ich von Reinhard Gammenthaler KundaliniYoga-Parampara.